Fahrer: Andrea De Boni, Camilo Arango, Marco Mancini,
Matteo Conti, Sebastian Weinert
Wo: Quinto/ Airolo, Tessin, Schweiz
Wann: 20. Juli 2025
Wetter: 16° C, am Start bewölkt, später regnerisch
Distanz/Zeit: 112km 3.200hm
Ergebnis: Andrea 47, Camilo 30, Marco 44, Matteo 178, Basti 14
(Tremola: 48:16 Furka: 49:16 Nufenen: 1:01:02)
Foto © Matteo Conti, Sebastian Weinert, Sportograf
Ein super Rennen. Alle fünf Teamkollegen waren zu dem Rennen in Andrea De Boni’s Heimat angereist. So übernachteten wir nicht weit weg und hatten auch bei der besten Trattoria in Biasca noch eine tolle Zeit am Abend zuvor.
Am Renntag wurde sich kurz aufgewärmt, ehe der Start um 9.00 Uhr erfolgte. Mit drei Pässen wie Gottardo (Tremola), Furka und Nufenen ist das ganze Event eher ein dreifaches Bergzeitfahren, als ein richtiges Radrennen. Aber das weiß man vorher und weiß auch, vorauf man sich einlässt. Zumindest wenn bei vergangenen Austragungen schon einmal gestartet ist.
Passo di Gottardo inkl. Tremola (12,25km 2.081m)
Wir als Team fuhren gut zusammen; trafen uns oben am Gottard bei der Verpflegung Nr. 1, wo auch Andrea’s Bruder Michelangelo zeigte, dass er sich in einer top Verfassung befand: er war einfach sau schnell unterwegs. Regenjacke angezogen, denn es hatte dichte Wolken da oben, wo man jetzt sogar mit Windrädern versucht, das tausende Jahre alte Berg-Panorama aufzuhübschen, ging es in die rasende Abfahrt.
Furkapass (11,55km 2.417m)
Etwas über ein Flachstück, wechselten wir uns als Team gut ab, überholten andere Fahrer und wurden überholt. Spätestens als der Furka anstand. So unvermindert biegt man unten links ab, um sich plötzlich neben – wie sie in der Schweiz genannt werden – “Töffs” und Supercars in einem harten Anstieg wiederzufinden. Gen Ende drängten uns Wohnmobile in die Seite, so dass wir fast anhalten mussten, während eine motorisierte Zwei- wie auch Vierräder den Berg als Rennstrecke verstanden. Gut, so wie wir, nur das wir am unteren Rand der zweistelligen Geschwindigkeitsanzeige auf unserem Garmin unterwegs waren; die Farrari’s und Co. teilweise vermutlich dreistellig.
Oben gab Camilo nochmal richtig Gas und Sebastian folgte; um gen Bergkuppe dann die Führung unserer Gruppe zu übernehmen.
Es ging in eine Panorama Abfahrt, das Wetter wurde besser und wir genossen die Abfahrt. Wohl wissend, dass mit dem Nufenen noch ein Monsterpass auf uns wartete.
Nufenenpass (12,85km 2.473m)
Der Versuch, hier unter einer Stunde zu bleiben, scheiterte, wenn gleich die Gesamtauffahrt, die an der Furkastraße in Ulrichen im Wallis beginnt, einen am Ende der Veranstaltung oder besser gesagt im dritten Teilabschnitt, nochmal über 1.200 Höhenmeter auf fast 2.500 Meter ü.n.N. führt.
Kurz die Verpflegung gesucht, die Schlosshund- Regenjacke drüber gezogen und die Flaschen nochmal befüllt, ging es bei einsetzendem Nieselregen zurück auf das Flugfeld in Airolo. Bis dahin wechselten wir uns in der Führung gut ab.
Eine gelungene Veranstaltung, wenn auch nicht mehr so top wie früher. Die Veranstalter – so möchte man meinen – machen ein wenig Dienst nach Vorschrift und das mittlerweile über CHF 100.- teure Startgeld ist den Einsatz nicht mehr wert.
Wir werden in 2026 zum Training diese Runde fahren. Ohne Startnummer, aber vermutlich bei weniger Verkehr, weil wir uns das nicht am Wochenende antun.
